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Aug 30

Webmaster Friday Thema: Linkgeiz

An den letzten beiden Freitagen konnte ich zum Thema des Webmaster Fridays nicht richtig meinen Senf dazugeben, deshalb habe ich es lieber ganz gelassen. Soviel Erfahrungen habe ich doch noch nicht und Müll will ich auch nicht produzieren ;). Das Thema dieser Woche hingegen finde ich ziemlich spannend: Linkgeiz oder nicht? So lautet die Frage.

Das ist ein Thema mit dem ich mich auch schon mehr als einmal beschäftigt und mit anderen Bloggern ausgetauscht habe. Mein kleiner Blog hat noch kein Pagerank, Sistrix oder sonstwelche Indexe. Ich hoffe natürlich, dass ich da auch irgendwann mal hinkomme und nicht immer nur als kleines ungesehenes Licht am Rande des Bloggeruniversums meine Bahnen ziehen muss.

Ich habe viel auf anderen Blogs zu dem Thema gelesen und mir immer wieder eingehämmert: Nur wenige Links setzen, am Besten mal Artikel komplett ohne Links. Das findet google toll, damit kann man was werden. Nur genau DAS stört mich oft massiv. Ich habe etliche Themen da bin ich einfach begeistert, da könnte ich in einem kurzen Artikel 10 Links zu Projekten setzen die mich interessieren. Auch zu Shops von dessen Produkten ich angetan bin. Aber man hat mir geraten: Tu das nicht. WARUM ganz genau weiß ich bis heute ehrlich gesagt nicht. Nur das es der Seite schadet, dass man abgestraft werden kann etc., das wurde mir gebetsmühlenartig gesagt.

Diese Woche bin ich sehr gespannt auf die Beiträge der Webmaster Friday Teilnehmer. Etliche Artikel sind schon online und ich habe doch den Eindruck: Niemand mag Linkgeiz, alle fragen sich: Warum muss man sich so einigeln? Natürlich setze ich keine Links zu anderen Firmen, wenn ich beispielsweise ein Shampoo einer bestimmten Marke teste. Das versteht sich von selbst.

Nur wieso soll ich Artikel gänzlich ohne Links schreiben wo mich doch ganz viele andere Blogs genau zu diesem Thema auch inspiriert haben oder ich dort weitere Anregungen gefunden habe meine Hobbys auszubauen? Inzwischen kommentiere ich viel anderswo, manchmal einfach nur ein anerkennendes: Super, das gefällt mir (ich würde mich selbst auch über sowas auch freuen, es ist sicher kein konstruktiver Kommentar, aber einfach eine Bestätigung an mich das es gefällt was ich schreibe). Oft frage ich etwas nach weil es mich wirklich interessiert. Denn genau davon lebt doch ein Blog. Mir geben die anderen Artikel zu diesem Thema gerade das Feedback was mir doch ein wenig gefehlt hat: Mach wie Du meinst, lass Dir nicht reinreden von anderen. Anfangs will man nichts falsch machen, irgendwann ist man vertrauter mit der Materie, hört trotzdem weiter auf die erfahrerenen Blogger die diese Schiene seit Jahren fahren. Ich denke mir, demnächst wird das Linksetzen eher aus dem Bauch heraus entschieden und nicht so sehr nach SEO Kriterien ;).

Gerade die Sache, dass ich etwas berichte, aber eben aus den oben genannten Gründen keinen Link setze würde mich als Leser meines eigenen Blogs nerven. Der geneigte Leser muss mühsam selbst rumklickern und via google suchen, was ich da beschreibe und wo die Reise hingehen soll.  Ich beschreibe gern Dinge, ich bin begeistert von anderen Blogs, möchte meine Leser darauf hinweisen dort auch mal zu schauen. Sicherlich schicke ich damit Leser weg von mir. Nur ich glaube inzwischen auch, genau dadurch kommen von anderen Blogs wieder neue Leser auch bei mir vorbei. Also einfach mal das machen was das Gefühl sagt, statt das was andere raten damit mein Ranking sich verbessert.

Mir gefällt dieser Artikel und einer ihrer Kommentare sehr gut:

Sabienes Traumbilder – sie hat in einem Kommentar geschrieben, wenn der Linkgeiz aus Furcht vor Google um sich greift, dann hat Google zuviel Macht. Dem kann ich nur beipflichten. Das ist auch immer mein Argument: Wie kann EINE Firma soviel Einfluß haben, dass sich wirklich alle danach treu und brav richten? Meine Rückfrage bei anderen Bloggern ist oft: WIESO darf ich das nicht, bzw. soll ich nicht? Die Antwort lautet meist: Weil es eben so ist. Finde ich extrem unbefriedigend.

Hier sind die bisherigen Teilnehmer der Freitagsfrage. Auffällig ist: Alle sind gegen Linkgeiz. Viele praktizieren es auf ihren Blogs auch garnicht erst. Für mich ziehe ich daraus das Fazit, es in Zukunft einfach auch mal anders zu machen:

Magronet Onlinemarketing – SEO – Webdesign
Perfect-seo.de
Klick-it.de
Henning Uhle
Trommelschlumpf
av100.de
seo-diaries.de
frankfutt.de
kritzelblog.de
Henry Schmid
suralin.de
mediaimpulse.net
Internetblogger.de
Mannis Shoutbox

netzexil.de: Bei meinen ersten Beiträgen zum Webmasterfriday habe ich die anderen Teilnehmer verlinkt. Ich finde, man sollte das nicht in der Form tun, dass man alle Artikellinks unter den eigenen Artikel kopiert. Dann hat man zwar etwas für die gegenseitige Verlinkung getan, eine echte Wertschätzung ist das aber nicht. Die ist dann gegeben, wenn man die von den anderen geschilderten Sichtweisen zumindest anreisst und über die entsprechenden Textstellen die Verlinkung vornimmt.
Das musste ich gleich mal ausprobieren. Makelink ist ein Firefoxaddon mit dem man schnell Textpassagen verlinkt bekommt.

Nordfriesen-Tagebuch
Norddeutsche Göre
Money-More
Tagestexte
Tagseoblog

Schaut die Beiträge mal durch, sehr sehr interessant auch für alte Bloggerhasen.

12 Kommentare

5 Pings

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  1. Steffi

    Interessante Ansätze. Viel mehr könnte die Frage auch lauten: „Welche Links sind zu-, welche abträglich.“ Linkgeiz ist sicher nicht optimal, weil dies irgendwie dem Prinzip des Internets widerspricht. Doch man könnte durchaus darüber sinnieren:
    1. Warum braucht ein Artikel viele Links? Alle gekauft? Minderwertige Qualität des Artikels und der Quellen, weil so viele Links gesetzt sind?
    2. Links als das sehen, was sie sein sollen: Empfehlungen. Ist jeder gesetzte Link und somit die ausgesprochen Empfehlung qualitativ?
    3. Wie gestaltet sich insgesamt das Link-Konzept, auf das man setzt? Also nicht nur betrachtet als Linkgeber sondern auch als Linknehmer.

    Befasst man sich hier näher, dann findet man seinen Weg und die Eingangsfrage nach dem Linkgeiz stellt sich im Grunde nicht mehr. LG, Steffi

    1. Ellen

      Hallo Steffi,

      das war in der Vergangenheit genau mein Problem. Mir wurde ziemlich oft von verschiedenen Seiten gesagt: Mit Links geht man sparsam um und wenn sie mir direkt nichts bringen: Weglassen. Weil wieso soll ich Werbung für andere Seiten machen ohne dafür was zu bekommen? Ja ich sehs so: Weil mir die Seite/das Thema gefällt. Einfach weil ich das auch anderen empfehlen möchte.

      Danke für Eure Statements, hilft mir als Neuling super weiter.

      LG Ellen

  2. perfect-seo.de

    Irgendwie wird immer zu viel in gelesenes reininterpretiert und dann Halbwissen weitergegeben.
    Wie ich in meinem Blogbeitrag http://perfect-seo.de/matt-cutts-verlinkt-eure-quellen.php zu dieser Webmasterfriday Blogparade schon geschrieben habe ist das Verlinken das was das Internet ja ausmacht.
    So hat es auch der oberste Google Qualitätswächter gefordert. Verlinkt eure Quellen.
    Wichtig ist es diese Verlinkungen auch natürlich zu setzen und keine Linkplätze zu verkaufen.

    Die Angst fürs Setzen von zu vielen Link abgestraft zu werden schürt noch aus der Zeit vor Pinguin.
    Man hatte Sorge in den gleichen Topf geworfen zu werden wie die Webseiten die Links verkaufen. „Linkauf“ wurde und wird immer noch von Google nicht akzeptiert.

    Natürlich hat Google nichts dagegen wenn man über was schreibt und dann auf die Quelle verlinkt oder auf Seiten mit weiterführenden oder ergänzenden Informationen verlinkt.

    Keine Angst vorm linken.
    Wenn man auf Blogs linkt bekommt man auch oft einen Link zurück.

    Grüße Lothar

    1. Ellen

      Hallo Lothar,

      ich bin doch ganz dankbar für dieses Thema. So lerne ich doch etwas zielgerichteter worauf es ankommt. Man verliert sich schnell in den weiten des Internets und wenn man mit einem negativem Ansatz nach einer Lösung sucht, findet man auch fast nur Artikel die leider eben berichten: Links sind was gaaanz böses.

      Das passt für mich gerade wunderbar, so komme ich endlich auch mal auf Seiten wo diese Problematik auf andere Weise beleuchtet wird und mir einfach deutlich zeigt, worauf es ankommt.

      LG Ellen

  3. Alex L

    Hi,
    freut mich, dass du dich mit diesem Thema auseinandersetzt und dich damit befasst. Ich bin gerade dabei, mir alle Artikel der Teilnehmer durchzulesen und diese dann zu kommentieren. Bereits zu diesem Moment zeichnet sich ein wachsender Trend ab, wobei der Linkgeiz nirgends gern gesehen wird, was sehr gut und hilfreich ist. Ich habe mich nämlich schon lange gegen den Linkgeiz entschiede und verlinke regelmässig andere Blogger, denn es ist auch das Richtige. Man sammelt zu Beginn des Bloggens so seine Erfahrungen mit dem Linkgeiz, dem No/DoFollow und muss sich dann schon mal entscheiden, wohin die Reise geht. Meine Reise heisst doFollo-Kommentare und Pingbacks und stetiges Verlinken auf andere. Finde ich toll, dass man deine Kommentare abonnieren kann.

    1. Safferthal

      Mein Portal – Blog würde ich meine Website nicht nennen – ist auch auf dofollow. Auch so eine Sache: Da schreiben einem irgendwelche Programmierer vor, dass man seine Kommentare mit zu haben hat. Pingbacks sind bei mir allerdings gesperrt und mache ich selber auch nicht. Ich fand die schon immer irgendwie spammig. Außerdem kann man in der hochkommerziellen Trader-Szene sowieso vermutlich fast nirgends hin-pingen.

  4. Sabienes

    Man schwankt hier in seiner Betrachtung von einem Extrem ins andere: Entweder denkt man über Backlinkfarmen nach oder man geizt mit den Links ins Unermessliche. Die Mischung macht es hier wahrscheinlich und das gesunde Mittelmaß!
    LG
    Sabienes

  5. perfect-seo.de

    Irgendwie sollte man sich doch mal langsam von der Abhängigkeit der Suchmaschinen loseisen.

    Gerade unter Bloggern ist es doch möglich auf Suchmaschinenunabhängigen Traffic zu setzen. Man greift halt interessante Blogbeiträge anderer auf und verlinkt natürlich diese als Quelle auf seinem Blogs und leitet so die Leser hin und her.

    Schaut wir Webmasterfriday Blogparaden Teilnehmer laufen uns doch auch regelmäßig über den Weg wie haben unsere Blogs gegenseitig abonniert und auch unsere Leser lesen die Blogs der anderen.
    Da kommen die Suchmaschinen auch nicht um zu dies zu erkennen und die Links positiv zu bewerten.
    Und die Suchmaschinen wollen auch dass dies passiert.

    Spammige Linkfarmen natürlich nicht.
    Alles soll natürlich und freiwillig sein zum Nutzen der Leser.

    Und wenn man dies für sich unterstreichen kann dann braucht man sich auch keine Sorgen machen. Will man aber anfangen zu tricksen weil man der Meinung ist das man schlauer ist 100 hochintelligente Suchmaschinen Mitarbeiter dann wird man früher oder später das nachsehen haben.

    Das war das Wort zum Sonntag 🙂

    Viele Grüße aus dem Erzgebirge
    Lothar

    1. Ellen

      Hallo Lothar,

      wenn man anfängt sich mit Blogs zu beschäftigen ist man doch recht verunsichert. Ich habe auch über einen anderen Blogger zum Webmasterfriday gefunden. Hauke von http://www.tagestexte.de/ hat mich auf die Idee gebracht mal mitzumachen. Die Themen sind so ganz anders wie das was ich sonst mache. Aber gerade deshalb für mich hochinteressant. So kommt man mit ganz anderen Bloggern in Kontakt. Über Blogparaden habe ich schon etliche interessante Blogs gefunden bei denen ich gern immer mal wieder reinschaue. So gaaanz allmählich löse ich mich von den selbst auferlegten Konventionen aus Unwissenheit der Materie :D.
      LG Ellen

  6. Safferthal

    Man weiß doch auch nie was Google als nächstes macht. Vielleicht kommt bald das Panther-Update, in dem Webseiten mit Linkgeiz abgestraft werden. Ich linke so viel und wo hin ich will. Ich lasse mir doch nichts von einem Unternehmen aus den VSA vorschreiben.

    1. Alex L

      Hi,
      ja, das wissen wir ja nie und daher verlinke auch fast tagtäglich und nutze Blogparaden und den WebmasterFriday dazu. Externe Verlinkungen sind genauso wichtig wie die internen. Ohne den Backlinkaufbaue kommt kein Webauftritt vorwärts und anders kann man sich als Webmaster nicht verhalten.
      @Robert,
      ja so in etwas kann man es auch handhaben.

  7. Robert

    Nur ganz wenige Links setzen findet Google gar nicht toll. 🙂

    3-4 interne u. 3-4 externe Links, so fahre ich am besten und mein Erfolg im Keyword Ranking gibt mir Recht. 🙂

    Hab die Infos eben von diversen SEO Größen. 😉

  1. Infopool für Webmaster und Blogger | Webpromotion-Blogging-Webmastern

    […] Axellen.de mit Thema Linkgeiz […]

  2. Linkgeiz – Die großen werden immer fetter…

    […] ….Etliche Artikel sind schon online und ich habe doch den Eindruck: Niemand mag Linkgeiz, alle fragen sich: Warum muss man sich so einigeln? Natürlich setze ich keine Links zu anderen Firmen, wenn ich beispielsweise ein Shampoo einer bestimmten Marke teste…. Quelle: Webmaster Friday | Ellen on the Blog […]

  3. Linkgeiz | Henry Schmid

    […] Ellen zu Linkgeiz. […]

  4. Linkgeiz – des Bloggers großes Problem? | TAGESTEXTE.DE

    […] auch Ellen zum Thema Linkgeiz schreibt, heißt es immer wieder, dass wenige Links bei viel Text optimal wären, Artikel auf jeden […]

  5. Backlinks von http://perfect-seo.de Stand 09.11.2013

    […] http://www. axellen. de/webmaster-friday-thema-linkgeiz/ […]

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